Abschiedskuss

Weiterhin ist kaum an ausführliche Blogeinträge zu denken – das Haus ist zwar bestimmt zur Hälfte fertig, aber der Bau hat zumindest meine Zeit weiter fest im Griff. Kiko und ihre Brüder tun das Übrige. Freizeit (und Schreibzeit) ist rar. Das System Gemely funktioniert aber weiter zuverlässig. Alle ziehen an einem Strang und wenn mal jemand eine Pause braucht und/oder krank ist, versuchen die anderen einzuspringen. Und die Babys lieben ihre Schwester, himmeln sie an, lassen sich kitzeln und drücken. Umgekehrt genauso. Die drei haben nochmal eine ganz andere Ebene miteinander als wir Erwachsene mit den Kindern – und das wird ja noch wachsen. Ich bin gespannt. Gut, dass wir uns haben!!
Eine Kleinigkeit wollte ich mal eben erzählen, und zwar eine interessante Marotte von Kiko. Sie lässt sich ja ohne Murren auf unsere Schichtwechsel ein – egal, was die Antwort auf ihre Frage „Wer hat die Nacht?“ ist, sie beschwert sich nicht. Wenn ich mich aber verabschiede (bei den anderen ist es ähnlich, aber zwischen ihr und mir fällt es mir echt auf), dann will sie einen Abschiedskuss, aber dieser Kuss muss das Letzte sein, was ich in ihrer Anwesenheit noch mache. „Aber dann sofort gehen!“, fordert sie. Wenn ich nach dem Kuss mit ihr noch mal an den Tisch gehe und was trinke, braucht es einen weiteren Abschiedskuss.
Echt schräg. Wenn ich tue wie geheißen, dann ist der Abschied mit ihr angenehm knackig und schmerzlos. Kuss und raus. Aber klar, wenn wir neue Familienkonstellationen erfinden, erfinden unsere Kinder neue Umgangsformen dafür…


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